Vom 24. bis 26. April 2026 traf sich die Projektgruppe des Dachverbands der bayerischen Jugendvertretungen e. V. in der Jugendherberge Eichstätt zu einem Präsenzreflexionswochenende im Rahmen des Projekts #mitentscheiden. Ziel des Wochenendes war es, die bisherigen Projekterfahrungen gemeinsam auszuwerten, zentrale Erkenntnisse zu sichern und konkrete Schlussfolgerungen für die weitere Wirkung des Projekts zu entwickeln.
Das Projekt #mitentscheiden verfolgt das Ziel, junge Menschen für Kommunalpolitik zu begeistern, Erstwählende zu mobilisieren und jugendpolitische Themen stärker in kommunale Debatten einzubringen. Im Mittelpunkt stehen dabei niedrigschwellige Informationsangebote, digitale Kampagnenelemente, Austauschformate sowie konkrete Unterstützungsangebote für junge Menschen und Jugendvertretungen.
Der Freitagabend diente zunächst dem Ankommen, Kennenlernen und der Stärkung der gemeinsamen Arbeitsatmosphäre. In einer ersten Reflexionsrunde wurden zentrale Projektbausteine wie Social-Media-Inhalte, Austauschformate, Merchandiseboxen, der 10-Punkte-Plan sowie weitere Unterstützungsangebote ausgewertet. Besonders positiv hervorgehoben wurden die Social-Media-Inhalte, die als niedrigschwellig, gut teilbar und reichweitenstark wahrgenommen wurden. Auch der 10-Punkte-Plan wurde als hilfreiche Grundlage für die Arbeit von Jugendvertretungen bewertet. Gleichzeitig identifizierte die Gruppe Verbesserungspotenziale, etwa bei der frühzeitigeren Terminplanung, der Sichtbarkeit einzelner Angebote und der klareren Kommunikation von Beteiligungsmöglichkeiten.
Am Samstag lag der Schwerpunkt auf Außenwirkung, Reichweite und nachhaltiger Kommunikation. In einem digitalen Austausch mit Philipp Seitz, Präsident des Bayerischen Jugendrings, diskutierten die Teilnehmenden die Bedeutung der Kommunalwahl für junge Menschen sowie die Rolle von Jugendvertretungen bei der politischen Aktivierung vor Ort. Anschließend folgte ein Coaching zum Thema Social Media und strategische Außenwirkung. Dabei wurde reflektiert, wie Projekte langfristig sichtbarer werden können, welche Bedeutung professionelle visuelle Gestaltung für Kampagnenarbeit hat und wie Social Media gezielt als Brücke zwischen politischer Information, persönlicher Ansprache und konkreter Beteiligung genutzt werden kann.
Ein zentrales Ergebnis des Tages war, dass die Kampagne künftig noch stärker über Jugendvertretungen, lokale Initiativen und weitere Multiplikator:innen in die Breite getragen werden soll. Zugleich wurde deutlich, dass junge Menschen außerhalb bereits politisch interessierter Kreise noch gezielter angesprochen werden müssen. Die Teilnehmenden entwickelten deshalb Ansätze, um Inhalte stärker aus Sicht der Zielgruppe zu denken und die Kampagne verständlicher, nahbarer und aktivierender zu gestalten.
Der Sonntag stand im Zeichen der nachhaltigen Sicherung der Projektergebnisse. In einem Coaching mit Jonas, Vorstand der Bundeskonferenz der Jugendgremien, beschäftigte sich die Gruppe mit der Frage, wie zeitlich begrenzte Projekte langfristige Wirkung entfalten können. Im Mittelpunkt standen dabei die Dokumentation von Erfahrungen, die Weitergabe von Wissen, die Einbindung in bestehende Strukturen sowie die Frage, wie Materialien, Kontakte und Learnings auch nach Projektende für Jugendvertretungen nutzbar bleiben können.
Im weiteren Verlauf sammelten die Teilnehmenden Ideen zur langfristigen Verbreitung und Sicherung der Ergebnisse von #mitentscheiden. Diskutiert wurden unter anderem die Weiterentwicklung eines Infopools, die dauerhafte Bereitstellung der Projektdokumentation, die weitere Nutzung der Social-Media-Kanäle sowie die stärkere Einbindung von Jugendvertretungen als Multiplikator:innen. Einzelne Ideen wurden anschließend in kurzen Pitches vorgestellt und gemeinsam reflektiert.
Das Präsenzreflexionswochenende stellte damit einen wichtigen Meilenstein im Projekt #mitentscheiden dar. Es ermöglichte eine intensive gemeinsame Auswertung der bisherigen Arbeit, stärkte den Austausch innerhalb der Projektgruppe und schuf eine fundierte Grundlage für die nachhaltige Weiterentwicklung der Projektergebnisse. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Jugendbeteiligung in Bayern langfristig zu stärken und junge Menschen noch wirksamer zur aktiven Mitgestaltung ihrer Kommune zu ermutigen.


