Vom 12. bis 14. Juni 2026 kamen Vertreter der Landesverbände der Jugendbeteiligungsgremien zur Versammlung der Bundeskonferenz in Heidelberg zusammen. Im Mittelpunkt des Wochenendes standen neben der inhaltlichen Arbeit vor allem der bundesweite Austausch und die Vernetzung der Delegierten. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, um Erfahrungen aus ihren Ländern zu teilen, aktuelle Herausforderungen der Jugendbeteiligung zu diskutieren und gemeinsame Perspektiven für die zukünftige Arbeit der Jugendvertretungen zu entwickeln.
Inhaltlich prägten mehrere wichtige Beschlüsse die Versammlung. So verabschiedete die Bundeskonferenz eine Stellungnahme zur aktuellen Debatte über Altersbeschränkungen für soziale Medien. Darin spricht sie sich gegen ein pauschales Social Media-Verbot für junge Menschen aus und bestärkt damit den Beschluss des DVBJ aus dem Mai 2026. Die BuKo betont, dass die Risiken digitaler Plattformen zwar ernst genommen werden müssen, ein Ausschluss junger Menschen aus digitalen Räumen jedoch keine nachhaltige Lösung darstellt. Stattdessen fordert die Bundeskonferenz einen stärkeren Ausbau von Medienbildung, wirksame Schutzmaßnahmen auf den Plattformen sowie eine konsequentere Regulierung der Anbieter. Soziale Medien sind ein wichtiger Bestandteil gesellschaftlicher und politischer Teilhabe und ermöglichten vielen jungen Menschen den Zugang zu Informationen, Austausch und demokratischer Mitwirkung.

Darüber hinaus befasste sich die Versammlung mit den bekannt gewordenen rechtsextremen Vorfällen beim Planspiel „Jugend und Parlament“ des Deutschen Bundestages. In einer weiteren Stellungnahme verurteilt die Bundeskonferenz rechtsextreme, rassistische und menschenfeindliche Äußerungen sowie Symbole entschieden und bekräftigt ihre klare Haltung für Demokratie, Menschenwürde und Vielfalt. Gleichzeitig spricht sie sich dafür aus, das Planspiel als bedeutendes Format der politischen Bildung weiterhin zu stärken und fortzuführen. Die Vorfälle einzelner Teilnehmender dürften nicht dazu führen, erfolgreiche Beteiligungsangebote für junge Menschen grundsätzlich infrage zu stellen. Vielmehr zeigten sie, wie wichtig politische Bildung und die aktive Auseinandersetzung mit demokratischen Werten auch weiterhin sind.
Neben den politischen Beschlüssen wurden auch Änderungen an der Satzung der Bundeskonferenz beschlossen. Ziele dieser Anpassungen sind, die Arbeitsweise der BuKo weiterzuentwickeln, Abläufe zu verbessern und die Zusammenarbeit zwischen den Landesverbänden zu stärken.

Ein besonderer Programmpunkt war zudem ein fachlicher Input zum Thema Social Media am Samstagnachmittag. Die Auseinandersetzung mit den Chancen und Herausforderungen digitaler Plattformen lieferte den Teilnehmenden wertvolle Denkanstöße und bereicherte die anschließenden Diskussionen.
Gemeinsam mit den vielen Gesprächen am Rande der Versammlung trug dies dazu bei, dass das Wochenende für die Delegation um Emilio Emiliano auch inspirierend war.



