#machtplatz ESK

Projektzeitraum: 01.06.2025 – 31.05.2026

Ansprechpartner

Mia Morell

Mit dem Solidaritätsprojekt „#machtplatz – Räume schaffen. Chancen öffnen.“ rückt eine Projektgruppe junger Engagierter ein Thema in den Mittelpunkt, das Jugendliche im Alltag unmittelbar betrifft: öffentliche Räume. Wo können junge Menschen nach der Schule Zeit verbringen? Wo treffen sie Freund:innen, bewegen sich, lernen, werden kreativ oder ziehen sich zurück? Und wer entscheidet eigentlich, wie solche Orte gestaltet sind?

Ausgangspunkt des Projekts ist die Beobachtung, dass Jugendliche öffentliche Räume besonders häufig nutzen, ihre Bedürfnisse dabei aber oft nicht ausreichend berücksichtigt werden. Je nach Alter, Lebenssituation, finanziellen Möglichkeiten, Interessen und Wohnort unterscheiden sich diese Bedürfnisse deutlich. Gerade zwischen städtischen und ländlichen Räumen zeigen sich unterschiedliche Herausforderungen: Während manche Orte zwar Treffpunkte oder Anlagen für Jugendliche haben, werden diese nicht immer angenommen, wenn sie an den tatsächlichen Lebensrealitäten vorbeigeplant sind. #machtplatz macht deshalb sichtbar, was Jugendliche im öffentlichen Raum brauchen und wie Orte gestaltet sein müssen, damit sie wirklich zugänglich, nutzbar und einladend sind.

Im Zentrum steht dabei nicht nur die Frage nach Freizeitmöglichkeiten, sondern nach Teilhabe. Öffentliche Räume sind Orte, an denen junge Menschen Gemeinschaft erleben, Verantwortung übernehmen und Demokratie im Alltag erfahren können. Das Projekt bestärkt Jugendliche und Jugendvertretungen darin, ihre Perspektiven selbst einzubringen: Junge Menschen sind nicht nur Nutzer:innen bestehender Angebote, sondern Akteur:innen, die ihre Umgebung mitgestalten können. Dazu gehört, Bedarfe zu formulieren, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und konkrete Impulse für jugendfreundliche Räume in Kommunen zu entwickeln.

Die Projektgruppe verbindet Perspektiven aus verschiedenen Regionen Bayerns. Besonders wichtig ist der Austausch zwischen Jugendlichen und Jugendvertretungen aus Stadt und Land, weil öffentliche Räume vor Ort sehr unterschiedlich funktionieren. Durch Vernetzung, gemeinsame Reflexion und die Auseinandersetzung mit Beispielen aus der Praxis entstehen Impulse, die über einzelne Kommunen hinaus wirken können.

Das Projekt wird von einer eigenständigen Projektgruppe getragen. Der Dachverband der bayerischen Jugendvertretungen e.V. ist als unterstützende Organisation eingebunden und begleitet das Vorhaben administrativ.

#machtplatz macht deutlich: Jugendliche haben ein Recht darauf, im öffentlichen Raum mitzudenken und mitzugestalten. Wenn Plätze, Parks, Wege oder Treffpunkte jugendfreundlich geplant werden sollen, müssen junge Menschen frühzeitig beteiligt werden — nicht erst dann, wenn Entscheidungen bereits getroffen sind. Denn jugendfreundliche Räume entstehen nicht dadurch, dass Erwachsene über junge Menschen entscheiden, sondern indem Jugendliche selbst mitreden, mitplanen und mitgestalten.

Veranstaltungen im Rahmen dieses Projekts:

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